Dobermann-Nothilfe, Happy-End für Hunde.


Angelica Schindler

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Ardcanaught



Drollige Mischung

Hallo, ich wohne in Irland, wo es mit Tierschutz schlecht bestellt ist. Nachdem meine beiden Labradors mit 12 bzw. 13 Jahren eingeschlaefert werden mussten, suchte ich auf entsprechenden Websites nach einem neuen Hund.

Ich bin inzwischen ueber 60 und wollte einen kleinen, pflegeleichten Hund, den ich bei Bedarf auch mal hochheben kann (fast 40kg Labrador waren schon eine Herausforderung). Wochenlang schaute ich mir Bilder von 'Rescue Dogs' an. Ihr wisst wie das ist, am liebsten wuerde man alle nehmen. Natuerlich fanden einige von den Hunden, die ich mochte, in der Zeit ein zu Hause. Nur einer blieb immer im Angebot: Snoop, ein Dobermann Jack Russel Mischling. Dobermaenner gelten hier als extrem gefaehrlich und haben dieses Nazi-Image.

Endlich entschied ich, die Anbieter anzurufen. Es waren wie ich erfuhr, schon die dritten Besitzer des Hundes, der noch nicht mal zwei Jahre alt war. Sie hielten ihn nur im Garten ihres Reihenhauses, weil er ihnen zu 'wild' mit ihrem kleinen Jungen war. Davor war er bei einer berufstaetigen Frau mit Kleinkind in Wales. Deren ehemaliger Partner besass die Mutter, eine Jack Russel Huendin, die sich mit einem Dobermann eingelassen hatte. Er kupierte dem kleinen Mischling den Schwanz in Heimarbeit und schenkte ihn dann seiner Tochter zu Weihnachten. Da war der Kleine 6 Wochen alt. Die Tochter war noch keine drei Jahre alt, und so war das Kerlchen praktisch den ganzen Tag allein.

Die Leute, von denen ich ihn bekam, hatten ihn wohl aus Mitleid von Wales nach Irland gebracht, waren aber mit einem unsozialisierten jungen Hund ueberfordert.

Sie waren nur froh, ihn endlich zu jemandem geben zu koennen, der Zeit fuer ihn haben wuerde. Ich erwartete eine lange Phase der Eingewoehnung, doch Leroy (so nenne ich ihn) muss wohl gewusst haben, dass er jetzt einen zuverlaessigen Menschen gefunden hat. Er hoerte gleich auf den neuen Namen, lief frei, ohne jemals weg zu rennen und ist heute nach einem Jahr der liebste und kluegste Hund, den ich je hatte.

Einzige kleine Schwierigkeiten sind, dass er nicht sitzen mag (ich vermute sein Schwanzstummel ist empfindlich)und sehr misstrauisch anderen Hunden gegenueber ist - hat eben in der entscheidenden Phase seines Lebens keine kennen gelernt.

Vom Temperament her ist er genauso drollig, wie er aussieht: ein gefuehlvoller, doch selbstbewusster Dobermann mit der gelegentlichen Albernheit eines Jack Russel. Ein Glueckstreffer!