Dobermann-Nothilfe, Happy-End für Hunde.


Amy/Sara aus Erftstadt

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anja.sierocki at dobermann-nothilfe.de



Sie ist nun schon fast zwei Jahre bei uns, obwohl wir nicht gerade hundeunerfahren sind, da Amy unser dritter Hund in der Familie ist (wir uns aber auch ein Leben ohne Hund nicht vorstellen könnten), gestaltete sich die Zeit mit ihr recht schwierig. Heute haben wir die Geschichte von Souki mit Schrecken gelesen und doch konnten wir so einige Parallelen zu unserer Amy ziehen. Als wir Amy bekommen haben, war sie nicht in der Lage Streicheleinheiten, die länger als ca. eine Minute dauerten anzunehmen bzw. zu ertragen. Sie zog sich immer wieder zurück und ließ uns alleine. Sie hat nur da gelegen, kratzte sich, biss sich und suchte ihre Pfoten ab, biss in sie hinein, leckte sich zeige sich teilweise phlegmatisch und desinteressiert. Sie lebte in ihrer Welt und ließ uns in unserer .Es war für uns ein Verhalten, welches wir von unseren vorherigen Hunden nicht kannten. Zuneigung quittierte sie meist mit Knurren und Zuschnappen. Amy hat ca. eineinhalb Jahre gebraucht, um dies abzulegen und dennoch passiert es manchmal noch. Es gab Tage, an denen wir dachten, wir schaffen es nicht , doch für uns stand fest „sie bleibt bei uns“. Wir gingen mal zwei Schritte vor und etwas später wieder drei zurück. Ich habe über Hundepsychologie gelesen, was ich in die Finger bekommen konnte, um Amys Verhalten verstehen zu können. Bis heute trauen wir uns nicht sie von der Leine zu nehmen, da sie sich mit andern Hunden nicht versteht. Sie bellt andere Hunde an und geht gleich auf sie los. In vielen Situationen spürt man deutlich, dass da etwas Negatives für sie gewesen sein muss. Z.B. Wenn jemand nießte oder laut sprach, verzog sie sich ganz schnell, klemmte den Schwanz ein und war weg, immer in sicherem Abstand, in einer verwinkelten Ecke. Wenn sie sich verletzt hatte und man nach ihr sehen oder ihr nur eine Zecke entfernen wollte, zog sie sich lautstark und knurrend zurück. Immer wieder stellten wir uns die Frage, wie ihr Leben wohl ausgesehen haben mochte, wenn sie sich in solchen Situationen schon bedroht fühlte? Aber inzwischen hat sie gelernt, Vertrauen zu uns aufzubauen, dass man Streicheleinheiten auch genießen kann und sich nicht zurückziehen muss, wenn es lauter wird. An immer mehr Tagen, haben wir das Gefühl, sie hat ihre Heimat und ihre Menschen gefunden, auch wenn wir manchmal wieder kleine Schritte zurückgehen müssen, so überwiegen doch die Schritte nach vorne. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch von meinem bisher schönsten Erlebnis mit Amy berichten. Es war vor einigen Tagen, ich musste nachts auf die Toilette, dabei schaue ich immer mal nach ihr und spreche mit ihr und streichele sie. Bisher ließ sie es sich gefallen, gab mir aber immer wieder zu verstehen, es reicht, geh weg. Jetzt kam sie auf mich zu, legte sich mit ihrem Kopf oder ihren Pfoten auf meine Hand und wollte noch mehr. Sie schaffte es sogar dabei einzuschlafen. Für mich, war es das schönste Geschenk: VERTRAUEN. In diesem Sinne können wir nur von einem wirklich guten Neuen Jahr sprechen und uns der Hoffnung anschließen, dass es noch vielen Familien mit ihren Hunden so geht wie uns. Liebe Grüße aus Erftstadt Amy und Familie Schleger